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DIE REISE DES PAPIERS

Aktualisiert: 24. Feb.

Der historische Hintergrund von Papier reicht weit in die Vergangenheit. Die bekannteste Vorstufe des Papiers ist der, nach der Papyrusstaude benannte, pflanzlich hergestellte „Papyrus“, der erstmals im alten Ägypten hergestellt wurde. Die ältesten, bis heute erhaltenen Papyrusrollen wurden in Gräbern der Pharaonen gefunden und sind mittlerweile über 5.000 Jahre alt.

 

Die alten Römer und Griechen nutzten Papyrus, um ihre literarischen Schriftstücke und ihre offiziellen Dokumente anzufertigen. Auch andere Kulturkreise stellten Vorstufen von Papier her, indem sie die Rinde verschiedener Bäume zur Herstellung von Schreibmaterial verwendeten. Das älteste, in China gefundene Papier, stammt aus der frühen Han-Dynastie, die etwa von 180 bis 50 vor Christus andauerte, und wurde aus der Hanfpflanze hergestellt.


Mehrere Jahrhunderte lang wurde ausschließlich in China Papier geschöpft und hergestellt, jedoch

verbreitete sich die Kunst der Papierherstellung mit der Zeit und gelangte nach Korea und Japan, wo

das Verfahren verfeinert wurde. Außerdem verbreitete sich die Technik in die arabische Welt, wo im

achten Jahrhundert größere Papiermanufakturen entstanden.


In Europa schrieb man damals vorwiegend auf Pergament. Doch die Mauren brachten im zehnten

Jahrhundert auf ihrem Eroberungszug die Papiererzeugnisse nach Spanien, von wo aus sie sich in

ganz Europa verbreiteten. In Xativa bei Valencia wurde im Jahr 1144 zum ersten Mal Papier in Europa hergestellt.


Nach der Entwicklung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern von Gutenberg im 15. Jahrhundert

stieg die Nachfrage nach Papier gewaltig, weil Bücher in deutlich größerer Auflage produziert werden

konnten. Im Zuge der Industrialisierung, in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, wurde die maschinelle Herstellung von Papier weiterentwickelt, um mit weniger Arbeitern die stetig wachsende Nachfrage an Papier stillen zu können.



Die Rezeptur des Faserrohstoffs blieb bis zum 19. Jahrhundert für die Papierherstellung mit Leinen,

Hanf, Baumwolle oder Wolle dieselbe. Als jedoch Holz als Primärrohstoff für die Papierherstellung

entdeckt wurde, setzte ein Wandel ein. Der sogenannte „Holzschliff“ verändert unter großem Druck und mit Chemikalien gekocht seine Eigenschaften, sodass er sich bestens als alleinige Zutat zur Papierproduktion eignet.


Bis in die Gegenwart wurden die Maschinen zur Papierherstellung immer weiter verbessert, um eine

noch größere Effizienz zu erzielen. Im 20. Jahrhundert konnten die Papiermaschinen mehrere Meter

breite Bögen erzeugen. Die Geschwindigkeit wurde innerhalb eines Jahrhunderts von wenigen Metern

pro Minute auf über 500 Meter pro Minute gesteigert. Heutzutage kann eine einzelne Papiermaschine

mehrere Hunderttausend Tonnen Papier pro Jahr herstellen.


 

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